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.NET Grundlagen
 

.NET Grundlagen

Microsoft .NET bildet die Grundlage für Automation Framework. Microsoft .NET Framework ist eine integrierte Windows-Komponente, die zur Erstellung und zum Ablauf der zukünftigen Generation von Software und Web-Services dient. .NET ist kein Betriebssystem im engeren Sinne und somit auch kein Nachfolger von Windows. Es handelt sich vielmehr um eine Schicht, die auf Windows und zum Beispiel auf LINUX aufsetzt und vor allem folgende zwei Dinge hinzufügt:

  • Eine Laufzeitumgebung, die automatische Speicherbereinigung (garbage collection), Sicherheitsmechanismen, Versionierung und vor allem Interoperabilität zwischen verschiedenen Programmiersprachen bietet.
  • Eine objektorientierte Klassenbibliothek mit umfangreichen Funktionen für grafische Benutzeroberflächen (Windows Forms), Web-Oberflächen (Web Forms), Datenbankanschluss (ADO.NET), Collection-Klassen, Threads, Reflection und vieles mehr. Sie ersetzt in vielen Fällen das bisherige Windows-API und geht weit über dieses hinaus.

.NET bietet:

  • ein einheitliches Programmiermodell für die Softwareentwicklung
  • Werkzeuge wie Visual Studio, um integrierte und benutzerfreundliche Applikationen für eine Vielzahl verschiedener Endgeräte zu entwickeln
  • eine Reihe von Serverprodukten als Basis für alle Anwendungen mit Web Services
  • Client Software, die auf vielfältige Art und Weise den Menschen mit den Systemen verbindet

   
 

.NET-Technologie: Merkmale und Vorteile

Das Konzept von .NET bietet viele Vorteile in der Steuerungstechnik:

  • .NET ist eine zukunftsweisende Technologie für die Bereiche Software-Tools, Software-Plattformen und Funktionales Engineering. 
  • Software-Tools z.B. für die Parametrierung oder Diagnose von Automatisierungsgeräten können deutlich schneller als vorher realisiert werden. 
  • Konsistente und homogene Softwareplattformen zum optimalen Support der Produkte sind wirtschaftlich realisierbar. 
  • .NET ist eine Standardtechnologie, die dem Anwender ein hohes Maß an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten bietet. 
  • Die .NET Plattform bietet noch viele Entwicklungsmöglichkeiten (wie z.B. Web Services) in den nächsten Jahren.
  • Die meisten Dinge, die Sie unter Windows tun möchten, wie z.B. Datenzugriff, Fenstertechnik, Internetverbindung sowie viele Funktionalitäten der Win32 API, sind nun über ein einfaches Objektmodell (die FCL, Framework Class Library) verfügbar.
  • Applikationen können in verschiedenen Sprachen entwickelt werden: Die Sprache Visual Basic wurde aufgewertet. Sie enthält nun Klassen und die meisten Leistungsmerkmale, die früher in C++ verfügbar waren. Die neue Sprache C# wurde eingeführt. Sie verbindet die Effizienz von C++ mit der Einfachheit von VB. Die wichtigsten Programmiersprachen sind näher zusammengerückt, wodurch Code in VB, C++ und C# gemischt werden kann. Sie können zum Beispiel eine Klasse in VB schreiben, daraus ein Klasse in C# (oder C++) ableiten und im Debugger frei zwischen den Sprachen hin- und herspringen.
  • Komponenten sind in neuen Einheiten, so genannte Assemblies, zusammengefasst. Eine Assembly ist in hohem Maße selbsterklärend, wodurch ihre Installation und Verwendung sehr einfach wird.
  • Managed Module: Ist eine kompilierte Klasse. Diese Klasse wird von der CLR gemanagt und ausgeführt.
  • CLR (Common Language Runtime): Ausführende Laufzeit-Engine von Microsoft für alle .NET-basierenden Anwendungen, entsprechend der virtuellen Java-Maschine, mit Just-in-time-Kompilierung des Zwischencodes (IL-Codes) und Speicherverwaltung.
  • IL (oder MSIL – die Microsoft Intermediate Language): IL ist eine Zwischensprache, die von der CLR in nativen Code kompiliert wird. Nativer Code ist der prozessorspezifische Code (wie kompilierter C++-Code).

 
 

 
 
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