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ProConOS-Schnittstellen
 

Verwendung und Zweck der ProConOS®-Schnittstellen

Die implementierten Schnittstellen ermöglichen Ihnen die ProConOS®-Anpassung an Ihre eigene Hardware und Ihr eigenes Echtzeitbetriebssystem. Die folgende Beschreibung klärt, wozu welche Schnittstelle dient.

   
 

I/O-Schnittstelle

  • Feldbustreiber: Sie wollen einen Standard-Feldbus zum Einsatz bringen (z.B. Profibus, Interbus, CAN, etc.). Die verwendete Buskarte stammt von einem unserer Partner.
  • Kundenspezifisches I/O-System: Sie planen, Ihr eigenes I/O-System (entweder ein Feldbussystem oder direkte I/Os) einzusetzen.
  • DPRAM: Sie verwenden einen residenten Treiber, der via Shared Memory kommuniziert.

 
 

 
 

Firmware-Schnittstelle

  • Sie wollen Ihre in C geschriebenen Algorithmen im Kontext der SPS-Anwendung ausführen. Diese C-Module sollen im IEC 61131-Projekt als Funktionen und Funktionsbausteine verfügbar sein.
  • Die C-Module sind Ihr geistiges Eigentum und sollen nicht öffentlich zugänglich sein.
  • Sie wollen verhindern, dass Ihre Algorithmen von Dritten verändert werden.
  • Die C-Module sollen Bestandteil des SPS-Laufzeitsystems sein, sie dürfen nicht dynamisch an die SPS übertragen werden.
  • Ihre C-Module sollen mit weiteren Schnittstellen des Betriebssystems zusammenarbeiten.

 
 

 
 

Konfigurationsschnittstelle

Die Konfigurationsschnittstelle bietet verschiedene Möglichkeiten zur spezifischen Anpassung

  • des Boot-Prozesses (.INI-Datei).
  • des Datenaustausches zwischen der SPS-Applikation und Firmware-Modulen und I/O-Treibern (Shared Memory, Systemmerker).
  • der Reaktion auf Systemereignisse, wie z.B. Wechseln der Betriebsart (Hooks).

 
 

 
 

Multitasking-Schnittstelle

  • Sie wollen eine Ereignistask erzeugen: Abhängig von einem Hard- oder Software-Interrupt oder einer anderen Bedingung (I/O-Treiber, Firmware), soll eine Anwendertask gesteuert werden.
  • Die Systemtask-Struktur soll erweitert werden: Neben der IEC 61131-SPS-Applikation sollen weitere Module unabhängig ausgeführt werden.
  • Anwenderkontexttask: Sie wollen eine eigene Task in die IEC 61131-Anwendertask-Struktur integrieren, unter Berücksichtigung aller Taskprioritäten und -aktivitäten (SPS-Betriebsarten).

 
 

 
 

File Device Driver-Schnittstelle

Sie haben sich entschieden, zur Datenhaltung ein nicht-flüchtiges Speichermedium einzusetzen (z.B. Silicon Disk, EEPROM, etc.). Auf diesem Medium sollen folgende Daten gespeichert werden:

  • Remanente Daten
  • SPS-Bootprojekt
  • Sourcen des SPS-Projekts (.ZIP-Datei)
  • Weitere Dateien, die von der IEC 61131-SPS-Applikation gelesen oder geschrieben werden.

 
 

 
 

Kommunikationsschnittstelle

  • Sie müssen weniger performante Funktionen innerhalb eines kurzen Intervalls einer Anwendertask aufrufen (z.B. Zugriff auf die Mailbox-Schnittstelle der Feldbuskarte)? Verwenden Sie dazu das Queue Management der Kommunikationsschnittstelle zur Verwaltung anstehender Aufrufe.
  • Sie wollen SPS-Daten mit einem anderen Prozess austauschen, der gleichzeitig auf der ProConOS®-Hardware läuft? Verwenden Sie dazu die IEC-Datenzugriffsfunktionen des PDD (Prozessdatenverzeichnis).
  • Sie wollen Ihre eigene Kommunikationsplattform herstellen. Mit Hilfe der Kommunikationsschnittstelle können Sie eigene Kommunikationstreiber erzeugen.
  • Sie wollen mit Hilfe der ProConOS®-Kommunikationsdienste Ihren eigenen Client erzeugen (z.B. weil kein passender OPC verfügbar ist). Im Entwicklerhandbuch finden Sie hierzu eine detaillierte Beschreibung aller Dienste.

 
 

 
 
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