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PLCopen Safety-Spezifikation
 

Konformität mit der PLCopen Safety-Spezifikation

Im Rahmen der PLCopen wurde von deren Mitgliedern, darunter fast alle führenden Hersteller von Sicherheitssteuerungen, von Programmiertools und externen Organisationen (BGIA, TÜV Rheinland), eine Spezifikation zur Standardisierung der sicherheitsbezogenen Applikationssoftware erarbeitet.

Ein wichtiger Grund für die Definition der Spezifikation ist die Tatsache, dass die heute auf dem Markt befindliche sicherheitsrelevante Software nur selten einheitlichen und durchgängigen Anforderungen folgt und Sicherheitsfunktionen in vielen Ausprägungen vorhanden sind (siehe auch Abschnitt "Warum Standardisierung?" am Ende dieser Seite).

   
 

Themen der Spezifikation

Die Spezifikation geht im Wesentlichen auf die Bereiche "Standardisierung sicherer Funktionsbausteine" und die genormte Nutzung dieser Bausteine in einer Engineering-Software ein. Zu den wichtigsten Inhalten gehören folgende Themen:

  • Sichere Funktionsbausteine

  • Sicherheits-Datentypen

 
  • Empfehlung für Programmierrichtlinien
  • Verwendung geeigneter Programmiersprachen und Sprachuntermengen (Language Subsets)
  • Abgestufte User-Level (Benutzerebenen) zur einfachen Programmierung und Fehlervermeidung

Einige dieser Themen sind nachfolgend kurz behandelt. Weitere Details finden Sie auf der PLCopen-Website.

   [www.plcopen.org]
 [Standardisierte sichere Funktionsbausteine]
 [Sichere Datentypen]
 [Abgestufte User Level]
   
 

Warum Standardisierung?

In der Vergangenheit wurden bereits die Embedded-Software (Laufzeitsystem, Betriebssystem) und die Hardware einer sicherheitsgerichteten Automatisierungslösung intensiv durch Zertifizierungsstellen geprüft. Die Funktionalität einer Sicherheitssteuerung erschließt sich dem Anwender jedoch erst vollständig durch entsprechende Engineering-Software. Aber gerade im Bereich der sicherheitsgerichteten Applikationssoftware gab es bislang keine durchgängigen Anforderungen.

Dies führte dazu, dass heute eine Vielzahl an Engineering-Software mit uneinheitlicher Bedienung und unterschiedlichen Ausprägungen von Sicherheitsfunktionen existiert. Erschwerend kommt hinzu, dass die existierende Engineering-Software meist nicht den aktuellen Qualitätsstandards der Sicherheitstechnik (z. B. der IEC 61508) genügt, denn im Rahmen der früheren Normen DIN VDE 0801 und EN 954-1 wurde Applikationssoftware kaum betrachtet.

Die Folge ist, dass sowohl SPS-Programmierer als auch Prüfungsstellen sich immer wieder mit unterschiedlichen Ausprägungen der Sicherheitslogik auseinandersetzen müssen. Aus Sicht des Anwenders ist die Definition eines einheitlichen Standards für sicherheitsbezogene Applikationssoftware ein richtiger und wichtiger Schritt!

 
 

 
 
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